Wir möchten einen sehr interessanten Beitrag zum Thema Schulsozialarbeit empfehlen, der kürzlich im Radio des Südwestdeutschen Rundfunkes lief. Dieser kann an dieser Stelle nachgehört / heruntergeladen werden.
Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit
Unter dem Titel "Die Zeit für den Ausbau der Schulsozialarbeit ist jetzt!" veröffentlichte der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit ein Positionspapier, in dem gefordert wird, Schulsozialarbeit als niedrigschwelliges Angebot zur Erreichung armutsgefährdeter Kinder und Jugendlicher zielgerichtet auf‐ bzw. auszubauen und dazu die verfügbaren Mittel des Bildungs- und Teilhabepaketes zu nutzen.
Außerdem sollten weitere Anstrengungen vor allem auf Länderebene unternommen werden, auch nach 2013 die Förderung der Angebote der Schulsozialarbeit zu sichern und hier die Kommunen gezielt durch Landesprogramme zu unterstützen.
Das Positionspapier kann auf dieser Seite heruntergeladen werden.
Anträge können bei der zuständigen Bewilligungsbehörde, dem Kommunalen Sozialverband in Chemnitz gestellt werden. Das Landesjugendamt bietet hierzu fachliche Beratung und Begleitung an.
UPDATE 08/2011
Das Landesjugendamt hat die Konzeption zum download auf seine Seite eingestellt. link
Kürzungspolitik muss Folgen haben!: Rückzug der Sächsischen Landjugend e.V. als Folge der Kürzungen des Landes
Kürzungspolitik muss Folgen haben!
So überschreibt die Sächsische Landjugend e.V. die Stellungnahme zur heutigen Bekanntgabe der Einstellung ihrer hauptamtlichen Arbeit zum Jahresende.
Dies ist eine weitgehende und mutige und vor allem konsequente Reaktion mehr...auf den Abbau der strukturellen Rahmenbedingungen der Arbeit der überregionalen Jugendverbände Sachsens im Zuge der Kürzungspolitik der sächsischen Landesregierung.
Den Kolleginnen und Kollegen in der sächsischen Landjugend muss für diese Entscheidung ehrliche Hochachtung zugesprochen werden.
Das Signal ist allerdings verheerend, dass ein sächsischer Jugendverband, der sich in seiner Arbeit vor allem den ohnehin benachteiligten Jugendlichen in den strukturschwachen ländlichen Regionen verbunden hat, seine Arbeit einstellen muss.
Wir sind als LAG Schulsozialarbeit von den gleichen Kürzungsmaßnahmen betroffen.
Unsere viel kleineren Strukturen ermöglichen uns bisher das Weiterarbeiten.
Aber auch wir haben ausgerechnet, dass unsere Rücklagen als Verein am Jahresende aufgebraucht sein werden.
Wir haben in der letzten Mitgliederversammlung beschlossen, verschiedene Schritte zu gehen, um zu prüfen welche Möglichkeiten uns bleiben, die drohende Zahlungsunfähigkeit als Verein abzuwenden.
Nach aktuellem Stand und nach bisher in dieser Hinsicht erfolglosen Gesprächen mit dem Sozialministerium müssen wir feststellen, dass sich an unserer Situation bisher nichts geändert hat.
Insofern ist die aktuelle Situation der Sächsischen Landjugend e.V. ein Vorgeschmack dessen, was möglicherweise auch für die LAG Schulsozialarbeit Sachsen bevorsteht.
Im Jahr 2010 erarbeitete der Arbeitskreis Schulsozialarbeit Leipzig einen Erfahrungsbericht zur Situation an Leipziger Mittelschulen. Dieser Bericht ist in erster Linie für die Abgeordneten des Landtages bestimmt, weil sie politische Entscheidungen zur Gestaltung von Schule in Sachsen treffen können und wir erwarten, dass sie ihren politischen Einfluss geltend machen, damit sich auf Landesebene der Situation an den Mittelschulen angemessen zugewendet wird. Dementsprechend sind alle Forderungen und Vorschläge zu Veränderungen an das Bildungssystem gerichtet. Der AK hat sich mit den jeweiligen Bildungsbeauftragten der Fraktionen von CDU, SPD, FDP und den Grünen in Verbindung gesetzt. Das Echo war sehr unterschiedlich.
Nun haben wir uns entschlossen, mit unserem Bericht an eine breitere Öffentlichkeit zu gehen, da wir uns eine öffentliche Diskussion zur Situation an Mittelschulen wünschen.
Zum einen übergaben wir den Situationsbericht an die Abgeordneten der Stadt Leipzig. Zum anderen gaben wir das Papier an die Sächsische Bildungsagentur Regionalstelle Leipzig.