Programm: Fachtag „Macht. Schutz. Verantwortung. Aspekte des Kinderschutzes an Förderschulen“

Kinder und Jugendliche an Förderschulen befinden sich häufig in sehr unterschiedlichen und teils herausfordernden Lebenslagen. Viele von ihnen sind auf verlässliche Strukturen und eine besonders achtsame pädagogische Begleitung angewiesen. Gerade hier hat der Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung und Grenzverletzungen eine wichtige Bedeutung. Förderschulen sind nicht nur Lern- sondern auch Lebensorte, in denen Kinder einen großen Teil ihres Alltags verbringen und an denen sie Sicherheit, Unterstützung und Beteiligung erfahren müssen.

Mit diesem Fachtag möchten wir dazu beitragen, das Thema „Kinderschutz an Förderschulen“ in Sachsen fachlich zu vertiefen, bestehende Erfahrungen sichtbar zu machen und die multiprofessionelle Zusammenarbeit in diesem Bereich zu stärken. Daher richtet sich der diesjährige Fachtag sowohl an  Schulsozialarbeiter:innen wie auch Lehrkräfte an sächsischen Förderschulen. 

Den Flyer zur Veranstaltung können Sie hier herunterladen.


Zeitlicher Ablauf

09:00 – 09:30 Uhr: Begrüßung und Grußworte

09:30 – 11:00 Uhr

1. Impulsvortrag „Pädagogische Macht und Adultismus “ von Philip Meade

Gut gemeint ist noch nicht gut gemacht: (Förder-)Schulen stehen vor der schwierigen Aufgabe, Schutzkonzepte zu entwickeln, die junge Menschen nicht bevormunden, sondern auch ihre Rechte, Perspektiven und Selbstschutzkompetenzen stärken. Ein kinderrechtsbasierter Ansatz stellt Partizipation ins Zentrum und nimmt den Adultismus als Diskriminierungsform kritisch in den Blick.

2. Impulsvortrag „Wo besondere Bedarfe besonderen Schutz erfordern – Kinderschutz inklusiv gedacht“ von  Kathrin Pursche

Im Impulsvortrag zum inklusiven Kinderschutz werden die Besonderheiten in der Arbeit mit jungen Menschen mit Beeinträchtigung und deren spezifische Schutzbedarfe beleuchtet. Dabei werden die individuellen Risiken für Gefährdungen ebenso thematisiert, wie strukturelle und kommunikative Barrieren, die das Erkennen von Kindeswohlgefährdung erschweren können. Ebenfalls in den Blick genommen werden die Belastungen und Dynamiken im Familiensystem. Der Vortrag zeigt Chancen und konkrete Handlungsmöglichkeiten auf, um den Kinderschutz inklusiv auszurichten und langfristig zu stärken.

11:30 – 13:00 Uhr: Workshop-Phase I

13:00 – 13:45 Uhr: Mittagspause

13:45 – 14:15 Uhr: Videobotschaften

  • Noah Dejanovic – Student des Jahres 2025, Betroffener (angefragt)
  • Svenja Kerkeling – Förderschullehrerin, Kinderschutzfachkraft und Autorin von „Das Kummerbuch“

14:15 – 14:30 Uhr: Kaffeepause

14:30 – 16:00 Uhr: Workshop-Phase 2 und Abschluss innerhalb der jeweiligen Workshops


Workshop 1: (Spannungs-)Verhältnis Kindeswille-Kindeswohl – Philip Meade
Im interaktiven Workshop wird das oft spannungsreiche Verhältnis zwischen Kindeswille und Kindeswohl anhand praxisnaher Beispiele aus dem Kinderschutz beleuchtet. Gemeinsam werden fachliche, rechtliche und ethische Perspektiven und stärken die Handlungssicherheit im professionellen Alltag reflektiert.

Über den Referenten:

Philip Meade ist freiberuflicher Kinderrechte-Trainer und Dozent im Masterstudiengang Kinderrechte an der FH Potsdam sowie im Masterstudiengang Kinderschutz an der Alice Salomon HS Berlin.

Workshop 2: Wo besondere Bedarfe besonderen Schutz erfordern – Kinderschutz inklusiv gedacht – Kathrin Pursche

Der Workshop knüpft an den Impulsvortrag an und ermöglicht eine praxisorientierte Vertiefung der Inhalte. Anhand konkreter Fallbeispiele setzen sich die Teilnehmenden mit Gefährdungsrisiken, Kommunikationshürden und familiären Belastungslagen auseinander. Ziel ist es, Handlungssicherheit zu stärken und gemeinsam Ansätze für einen inklusiv ausgerichteten Kinderschutz zu denken.

Über die Referentin:

Kathrin Pursche ist Diplom Sozialarbeiterin (FH), insoweit erfahrene Fachkraft, Prozessberaterin für Inklusion und Schutzkonzepte und Koordinatorin im Programm „Kinder Stärken 2.0“.

Workshop 3: Schutzkonzept – Wer hat eigentlich welchen Auftrag? – Katja Sturm

Im gemeinsamen Workshop wird sich auf die Reise begeben um zu klären, wer im Kontext Schule eigentlich welchen Auftrag im Schutzkonzeptprozess hat. Und wie Schulsozialarbeiter:innen „gut gemeinte“ Aufträge geschmeidig loswerden können, um in ihrer Rolle bleiben zu können. Ganz nach dem Motto „Mut zur Lücke“.

Über die Referentin:

Katja Sturm ist Diplom Sozialpädagogin (FH), systemische Therapeutin (SG), insoweit erfahrene Fachkraft, Fachreferentin des DKSB LV Sachsen e.V. und stellvertretende Geschäftsführerin des Kinderschutzbund Landesverband Sachsen.

Workshop 4: „Das hat mir auch nicht geschadet!“ – Adultismus in der Sprache identifizieren – Daniela Zeidler

Der Workshop befasst sich mit alltäglichen Aussagen und Sprüchen gegenüber jungen Menschen und analysiert diese auf ihre Wirkkraft. Gemeinsam werden Sprachalternativen erarbeitet.

Über die Referentin:

Daniela Zeidler ist Diplom Sozialpädagogin (FH), Systemische Beraterin (SG) und insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGB VIII, Trainerin für Elternkursleitende SE-SK und Fachreferentin des DKSB LV Sachsen e.V..

 Workshop 5: angefragt


 Am Veranstaltungstag können 2 der 5 Workshops zur Teilnahme ausgewählt werden.

Die Teilnahmekosten betragen

  • 70/80€ für Schulsozialarbeitende (Mitglieder/Nicht-Mitglieder der LAG)
  • 80€ für Lehrkräfte
  • 15€ für Studierende der HTWK

und beinhalten neben der Teilnahme eine kostenfreie Pausen- sowie Mittagsversorgung.

Fahrt- oder Übernachtungskosten können nicht erstattet werden.

Schulsozialarbeitende melden sich bitte direkt über unsere Website an.

Lehrkräfte und Studierende senden bitte dieses ausgefüllte Formular an lag@schulsozialarbeit-sachsen.de

Kinder und Jugendliche an Förderschulen befinden sich häufig in sehr unterschiedlichen und teils herausfordernden Lebenslagen. Viele von ihnen sind auf verlässliche Strukturen und eine besonders achtsame pädagogische Begleitung angewiesen. Gerade hier hat der Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung und Grenzverletzungen eine wichtige Bedeutung. Förderschulen sind nicht nur Lern- sondern auch Lebensorte, in denen Kinder einen großen Teil ihres Alltags verbringen und an denen sie Sicherheit, Unterstützung und Beteiligung erfahren müssen.

Mit diesem Fachtag möchten wir dazu beitragen, das Thema „Kinderschutz an Förderschulen“ in Sachsen fachlich zu vertiefen, bestehende Erfahrungen sichtbar zu machen und die multiprofessionelle Zusammenarbeit in diesem Bereich zu stärken. Daher richtet sich der diesjährige Fachtag sowohl an  Schulsozialarbeiter:innen wie auch Lehrkräfte an sächsischen Förderschulen. 

Den Flyer zur Veranstaltung können Sie hier herunterladen.


Zeitlicher Ablauf

09:00 – 09:30 Uhr: Begrüßung und Grußworte

09:30 – 11:00 Uhr

1. Impulsvortrag „Pädagogische Macht und Adultismus “ von Philip Meade

Gut gemeint ist noch nicht gut gemacht: (Förder-)Schulen stehen vor der schwierigen Aufgabe, Schutzkonzepte zu entwickeln, die junge Menschen nicht bevormunden, sondern auch ihre Rechte, Perspektiven und Selbstschutzkompetenzen stärken. Ein kinderrechtsbasierter Ansatz stellt Partizipation ins Zentrum und nimmt den Adultismus als Diskriminierungsform kritisch in den Blick.

2. Impulsvortrag „Wo besondere Bedarfe besonderen Schutz erfordern – Kinderschutz inklusiv gedacht“ von  Kathrin Pursche

Im Impulsvortrag zum inklusiven Kinderschutz werden die Besonderheiten in der Arbeit mit jungen Menschen mit Beeinträchtigung und deren spezifische Schutzbedarfe beleuchtet. Dabei werden die individuellen Risiken für Gefährdungen ebenso thematisiert, wie strukturelle und kommunikative Barrieren, die das Erkennen von Kindeswohlgefährdung erschweren können. Ebenfalls in den Blick genommen werden die Belastungen und Dynamiken im Familiensystem. Der Vortrag zeigt Chancen und konkrete Handlungsmöglichkeiten auf, um den Kinderschutz inklusiv auszurichten und langfristig zu stärken.

11:30 – 13:00 Uhr: Workshop-Phase I

13:00 – 13:45 Uhr: Mittagspause

13:45 – 14:15 Uhr: Videobotschaften

  • Noah Dejanovic – Student des Jahres 2025, Betroffener (angefragt)
  • Svenja Kerkeling – Förderschullehrerin, Kinderschutzfachkraft und Autorin von „Das Kummerbuch“

14:15 – 14:30 Uhr: Kaffeepause

14:30 – 16:00 Uhr: Workshop-Phase 2 und Abschluss innerhalb der jeweiligen Workshops


Workshop 1: (Spannungs-)Verhältnis Kindeswille-Kindeswohl – Philip Meade
Im interaktiven Workshop wird das oft spannungsreiche Verhältnis zwischen Kindeswille und Kindeswohl anhand praxisnaher Beispiele aus dem Kinderschutz beleuchtet. Gemeinsam werden fachliche, rechtliche und ethische Perspektiven und stärken die Handlungssicherheit im professionellen Alltag reflektiert.

Über den Referenten:

Philip Meade ist freiberuflicher Kinderrechte-Trainer und Dozent im Masterstudiengang Kinderrechte an der FH Potsdam sowie im Masterstudiengang Kinderschutz an der Alice Salomon HS Berlin.

Workshop 2: Wo besondere Bedarfe besonderen Schutz erfordern – Kinderschutz inklusiv gedacht – Kathrin Pursche

Der Workshop knüpft an den Impulsvortrag an und ermöglicht eine praxisorientierte Vertiefung der Inhalte. Anhand konkreter Fallbeispiele setzen sich die Teilnehmenden mit Gefährdungsrisiken, Kommunikationshürden und familiären Belastungslagen auseinander. Ziel ist es, Handlungssicherheit zu stärken und gemeinsam Ansätze für einen inklusiv ausgerichteten Kinderschutz zu denken.

Über die Referentin:

Kathrin Pursche ist Diplom Sozialarbeiterin (FH), insoweit erfahrene Fachkraft, Prozessberaterin für Inklusion und Schutzkonzepte und Koordinatorin im Programm „Kinder Stärken 2.0“.

Workshop 3: Schutzkonzept – Wer hat eigentlich welchen Auftrag? – Katja Sturm

Im gemeinsamen Workshop wird sich auf die Reise begeben um zu klären, wer im Kontext Schule eigentlich welchen Auftrag im Schutzkonzeptprozess hat. Und wie Schulsozialarbeiter:innen „gut gemeinte“ Aufträge geschmeidig loswerden können, um in ihrer Rolle bleiben zu können. Ganz nach dem Motto „Mut zur Lücke“.

Über die Referentin:

Katja Sturm ist Diplom Sozialpädagogin (FH), systemische Therapeutin (SG), insoweit erfahrene Fachkraft, Fachreferentin des DKSB LV Sachsen e.V. und stellvertretende Geschäftsführerin des Kinderschutzbund Landesverband Sachsen.

Workshop 4: „Das hat mir auch nicht geschadet!“ – Adultismus in der Sprache identifizieren – Daniela Zeidler

Der Workshop befasst sich mit alltäglichen Aussagen und Sprüchen gegenüber jungen Menschen und analysiert diese auf ihre Wirkkraft. Gemeinsam werden Sprachalternativen erarbeitet.

Über die Referentin:

Daniela Zeidler ist Diplom Sozialpädagogin (FH), Systemische Beraterin (SG) und insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGB VIII, Trainerin für Elternkursleitende SE-SK und Fachreferentin des DKSB LV Sachsen e.V..

 Workshop 5: angefragt


 Am Veranstaltungstag können 2 der 5 Workshops zur Teilnahme ausgewählt werden.

Die Teilnahmekosten betragen

  • 70/80€ für Schulsozialarbeitende (Mitglieder/Nicht-Mitglieder der LAG)
  • 80€ für Lehrkräfte
  • 15€ für Studierende der HTWK

und beinhalten neben der Teilnahme eine kostenfreie Pausen- sowie Mittagsversorgung.

Fahrt- oder Übernachtungskosten können nicht erstattet werden.

Schulsozialarbeitende melden sich bitte direkt über unsere Website an.

Lehrkräfte und Studierende senden bitte dieses ausgefüllte Formular an lag@schulsozialarbeit-sachsen.de