Positive Autorität – Sozialtraining – Mobbingprävention Psychosoziale Gesundheit in der Schule fördern
Positive Autorität – Sozialtraining – Mobbingprävention Psychosoziale Gesundheit in der Schule fördern
Seminarstart: 07.09.2026
- 07.09.2026 von 08:30 bis 16:30 Uhr
- 08.09.2026 von 08:30 bis 16:30 Uhr
- 09.09.2026 von 08:30 bis 16:30 Uhr
- 10.09.2026 von 07:30 bis 17:00 Uhr
- 11.09.2026 von 07:30 bis 17:00 Uhr
Anmeldeschluss: 30.06.2025
Ort: Chemnitz
Dipl. Sozialpädagoge Stefan Pohl
- Schulsozialarbeiter am SBBZ für Hörgeschädigte Stegen (BW)
- Referent des Instituts für Konflikt-KULTUR (www.konflikt-kultur-freiburg.de)
- Fortbildner für Positive Autorität und Classroom-Management & für systemische Mobbingprävention und -intervention
- zertifizierter Sozialtrainer und Fachberater für Mediation, Tat-Ausgleich sowie systemisches Konfliktmanagement
Kosten:
Zielgruppe:
Diese Fortbildung ist Teil des Präventionsprogramms Konflikt-KULTUR und richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die lernen möchten, wie man Gruppen und Schulklassen professionell führt, demokratiepädagogisch soziales Lernen anregt und Mobbing verhindert. Die Fortbildung besteht aus zwei Teilen:
1. Positive Autorität, Resilienz und Classroom Management
Die Arbeit mit Gruppen und Schulklassen ist eine große Herausforderung, die viel persönliche Stärke erfordert. Es geht darum, Stärke zu zeigen, ohne in autoritäres Verhalten abzugleiten. Stärke statt Macht ist das Ziel. Wichtige Stichwörter sind: Transparenz, klare Zielsetzungen, Vorbildfunktion, Motivation und Schutz.
Die Lernerfolgsforschung zeigt, dass der Schulerfolg sowohl von einer positiven Lehrer-Schüler-Beziehung als auch vom Training exekutiver Funktionen abhängt. Besonders wichtig ist hierbei die Fähigkeit zur Selbst- und Impulskontrolle (Inhibition). Zentral dafür ist ein konsequentes Training der Metakompetenzen Bedürfnisaufschub und Frustrationstoleranz. Diese sind nicht nur Voraussetzung für offene Lernformen, sondern stärken auch die Resilienz von Kindern und Jugendlichen und wirken präventiv gegen Gewalt, Sucht und andere Auffälligkeiten.
Ziel der Fortbildung ist eine professionelle Beziehungsgestaltung als Grundlage für seelische Gesundheit und Lernerfolg.
Fortbildungsinhalte:
- Autoritativ statt autoritär: Die Beziehungsdimensionen Responsivität (verstehende Zuwendung) und Führung im Zusammenspiel.
- Ausdauer schlägt Talent: Die Metakompetenzen Selbstkontrolle und Selbstregulation als Voraussetzung für die Nutzung eigener Potenziale.
- Halt geben: Professionell mit Regeln und Verhaltensaufforderungen arbeiten.
- Stark werden: Alltagsnahes Training von Bedürfnisaufschub, Frustrationstoleranz und Selbstbeherrschung.
- In der Ruhe liegt die Kraft: Techniken zur Förderung von Selbstregulation und Arousal-Senkung. Inseln der Stille als Orte der Sicherheit, Entspannung und Ruhe.
- Vorfreude ist die schönste Freude. Motivationspädagogik: Anerkennungssysteme und ihre neurobiologischen Grundlagen.
- Muss Strafe sein? Sanktionsforschung und ihre pädagogische Umsetzung.
- Deeskalation bei herausforderndem und aggressiv-oppositionellem Verhalten.
2. Demokratie lernen und leben – Sozialtraining und Mobbingprävention
Im Sozialtraining geht es um Demokratiepädagogik und darum, wie die alltäglichen Konflikte zwischen Kindern und Jugendlichen in Schulklassen oder festen Gruppen genutzt werden können, um soziales Lernen anzuregen sowie personale und kommunikative Kompetenzen zu stärken. An zwei aufeinanderfolgenden Fortbildungstagen findet vormittags eine Methodendemonstration statt.
Das Sozialtraining wird mit einer Klasse der Diesterwegoberschule Chemnitz demonstriert. Nachmittags werden die Methoden des Vormittags reflektiert. Ziel ist es, die Fortbildungsteilnehmenden in die Lage zu versetzen, diese Methoden in den eigenen Klassen oder Gruppen anzuwenden und sie in den Alltag zu integrieren.
Die Teilnehmenden erfahren, wie sie Kinder und Jugendliche dazu anleiten können ehrlich zu sein, die eigene Meinung offen zu äußern (Zivilcourage) und die Meinungen anderer zu respektieren, die wichtigsten Grund- und Menschenrechte zu erarbeiten und sich gewaltfrei zu wehren, Bedürfnisaufschub und Frustrationstoleranz zu trainieren, prosoziales Verhalten anzuerkennen und störendes Verhalten von Mitschülern oder Gruppenteilnehmern offen und konstruktiv zu kritisieren.
Das Sozialtraining hat positive Auswirkungen auf das soziale Klima und verhindert Mobbingprozesse. Der respektvolle Umgang miteinander, die gegenseitige Wertschätzung und der Zusammenhalt werden gestärkt. Die positiven Beziehungserfahrungen wirken sich auch auf die Lernmotivation aus und führen zu einem verbesserten Arbeits- und Lernklima.
Teilnahmebedingung: Freiwilligkeit und Motivation werden vorausgesetzt (keine Dienstverpflichtung). Die Teilnehmenden sollten eine hohe Veränderungsmotivation und die Bereitschaft mitbringen an sich selbst zu arbeiten. Ziel ist, die autoritative Pädagogik (siehe Publikationen) im Alltag zu leben.
Zusätzlich können Tage zur Praxisbegleitung und Videosupervision gebucht werden.
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Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.